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Hallo ihr Lieben,

ich habe heute ein Anliegen! Freunde von mir haben eine Petition im Bundestag eingereicht. Sie brauchen noch Unterstützung, bzw. Unterzeichner!

Bitte lest Euch den Text gut durch und tragt Euch auch ein! Über 200 Menschen haben schon unterzeichnet.

Hallo liebe Freunde und Bekannten,

wir haben eine Petition in den Deutschen Budestag eingereicht. Mit einigen habe ich ja schon geredet über das Namensproblem. Ich bitte Euch diese Petition daher mitzuzeichnen. Einfach anmelden (Name und Adresse reicht) und dann den Button anklicken.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=11867

Für die, die noch nicht wissen, um was es geht, hier eine kurze Zusammenfassung:

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Kinder, deren leibliche Eltern heiraten und als Ehenamen den Namen wählen, welcher nicht dem Geburtsnamen des Kindes entspricht, die Möglichkeit erhalten, neben ihrem Geburtsnamen den Ehenamen der Eltern als Begleitnamen zu wählen.

Begründung

Eine entsprechende Regelung ist notwendig, da gemäß § 1618 Absatz 1 BGB Kinder, welche im Rahmen einer neuen Partnerschaft eines Elternteils einen anderen Familiennamen annehmen, ihren Geburtsnamen behalten dürfen und den neuen Ehenamen als Begleitnamen wählen können. Durch diese Regelung soll es ermöglicht werden, dass diese Kinder sowohl ihre bisherige Identität wahren, als auch die Verbundenheit zur neuen Familie ausdrücken können. Für Kinder, deren leibliche Eltern heiraten, ist diese Möglichkeit nicht gegeben. Dies stellt eine planungswidrige Regelungslücke dar, da die Wahl eines Begleitnames nur für die Kinder ausgeschlossen ist, deren leibliche Eltern heiraten. In allen anderen Konstellationen ist es für Kinder und Ehepartner über § 1618 Absatz 1 BGB bzw. § 1355 Absatz 4 BGB möglich durch die Wahl eines Begleitnames sowohl die bisherige Identität beizubehalten, als auch die Verbundenheit zum Familienverband zum Ausdruck zu bringen. Kinder deren leibliche Eltern heiraten haben jedoch den gleichen Anspruch auf Wahrung ihrer bisherigen Identität und gleichzeitigem Bekenntnis zum Familienverband durch die Wahl eines Begleitnamens, wie die Kinder, welche unter den eigentlichen Anwendungsbereich des § 1618 Absatz 1 BGB fallen. Anderenfalls müssten sich diese Kinder zwischen Ihrer bisherigen Identität und dem Ausdruck der Verbundenheit zum restlichen Familienverband entscheiden. Diese Entscheidung muss nicht getroffen werden, wenn Kinder, deren leibliche Eltern heiraten, die Möglichkeit haben, neben ihrem Geburtsnamen den Ehenamen als Begleitnamen zu wählen.


Liebe Diskussionsteilnehmer,

es geht bei dieser Petition nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern es ist folgendes zu bedenken:

1. Es geht um das Kind und nicht um die dahinter stehenden Eltern.

Ein Kind baut sich ab dem Schulalter einen Freundeskreis auf, der sich nicht nur auf die Kinder der Freunde der Eltern beschränkt. Möglich ist auch, dass sich dieses Kind durch seine Freizeitveranstaltungen Sport oder Musik bereits einen „Namen“ gemacht hat durch Wettkämpfe und diverse Veranstaltungen und dann auch außerhalb seines Wohnortes unter seinem Geburtsnamen bekannt ist.
Wenn sich die leiblichen Eltern erst nach 8 oder 10 oder 14 Jahren entscheiden zu heiraten, dann steht das Kind vor dem Problem sich entscheiden zu müssen, ob es den Ehenamen annimmt und somit seinen bisherigen Namen verliert und damit auch seine bisherige Namensidentität im oben genannten Freundeskreis und Freizeitkreis oder ob es seinen bisherigen Namen behält und damit anders heißt, als seine Eltern und Geschwister (die bis zum Alter von 5 Jahren den Ehenamen erhalten).

2. Es geht um einen Begleitnamen.

Ein Begleitname ist kein Doppelname im Sinne des früheren Rechts, d.h. das Kind kann den Begleitnamen jederzeit widerrufen und kann diesen auch bei einer möglichen eigenen Heirat nicht mitnehmen D.Demnach ist das Problem der hier befürchteten Namensverwirrung nicht gegeben.

3. Es geht um Gleichbehandlung.

Denn sollte der Elternteil, dessen Namen das Kind trägt einen anderen als den anderen leiblichen Elternteil des Kindes heiraten, besteht auch heute bereits die Möglichkeit des Begleitnamens mit der Begründung, dass das Kind seine Identität bewahren kann. Auch kann der Ehepartner, der seinen Namen durch Heirat ablegt einen Begleitnamen zur Identitätswahrung annehmen.

Daher rufe ich für diese Kinder dazu auf, diese Petition mitzuunterzeichnen.


Zur Erläuterung der eingereichten Petition möchte ich hier kurz den Hintergrund darstellen.

Meine Partnerin, welche die Mutter unserer 2 Kinder ist, und ich wollen nach der Hochzeit meinen Namen als Ehenamen wählen. Unsere
gemeinsamen Kinder tragen momentan den Nachnamen meiner zukünftigen Frau. Unsere 3-jährige Tochter würde dabei gemäß § 1617 c Absatz 1 BGB automatisch den gewählten Ehenamen als Geburtsnamen bekommen. Dabei stellt sich das Problem, dass unser 11-jähriger Sohn gern seinen bisherigen Nachnamen behalten möchte, da er sich in seinem gesamten Freundeskreis und auch hinsichtlich seiner sportlichen Aktivität bayern- und deutschlandweit über diesen Namen identifiziert. Gleichzeitig möchte er aber auch seine Verbundenheit zum Familienverband ausdrücken und den neuen Ehenamen der Eltern als Begleitnamen wählen. Auf Nachfrage bei unserem zuständigen Standesamt haben wir erfahren, dass eine solche Möglichkeit durch das BGB nicht vorgesehen ist. Dies ist aus meiner Sicht unverständlich, da gemäß § 1618 Absatz 1 BGB Kinder, welche im Rahmen einer neuen Partnerschaft eines Elternteils einen anderen Familiennamen annehmen, ihren Geburtsnamen behalten dürfen und den neuen Ehenamen als Begleitnamen wählen können. Durch diese Regelung soll ermöglicht werden, dass diese Kinder sowohl ihre bisherige Identität wahren und gleichzeitig die Verbundenheit zur neuen Familie ausdrücken können. Dies stellt aus meiner Sicht eine planungswidrige Regelungslücke dar, da
die Wahl eines Begleitnames nur für die Kinder ausgeschlossen ist, deren leibliche Eltern heiraten. In allen anderen Konstellationen ist es für Kinder und Ehepartner über § 1618 Absatz 1 BGB bzw. § 1355 Absatz 4 BGB möglich durch die Wahl eines Begleitnames sowohl ihre bisherige Identität beizubehalten, als auch die Verbundenheit zum Familienverband zum Ausdruck zu bringen. Aus meiner Sicht hat mein Sohn das gleiche Recht auf Wahrung seiner bisherigen Identität und gleichzeitigem Bekenntnis zum Familienverband durch die Wahl eines Begleitnamens, wie die Kinder, welche unter den Anwendungsbereich des § 1618 Absatz 1 BGB fallen. Anderenfalls muss sich mein Sohn zwischen seiner bisherigen Identität und dem Ausdruck der Verbundenheit zum restlichen Familienverband (Mutter, Vater, Schwester) entscheiden. Diese Entscheidung müsste mein Sohn nicht treffen, wenn meine zukünftige Frau einen anderen Mann heiraten würde, da er in diesem Fall gemäß § 1618 Absatz 1 BGB seinen Geburtsnamen beibehalten und den Ehenamen als  Begleitnamen könnte. Ich hoffe, dass duch die Darstellung des Hintegrundes die Begründung der Petition und bitte um Mitzeichnung. Vielen Dank!

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